Friedländer, Adolf A. (1870-1949), Neurologe

Friedländer Adolf A., Neurologe. * Dornbach b. Wien, 8. 8. 1870; † Bad Aussee (Stmk.), 19. 1. 1949. Stud. Med. an der Univ. Wien, 1895 Dr. med. Arbeitete unter Nothnagel (s. d.) und Billroth (s. d.), weitere Stud., besonders Neurologie bei Weigert in Frankfurt a. Main, Ass. bei Binswanger in Jena an der psychiatrischneurolog. Klinik, ging dann als Ass. zu Sioli nach Frankfurt a. Main und erhielt 1903 in Bonn die Approbation als deutscher Arzt. Eröffnete 1902/03 in Oberursel bei Frankfurt die Privatklinik „Hohe Mark“ und wurde 1910 Prof. Im Weltkrieg diente F. als Sanitätsoffizier, machte sich um die Seuchenbekämpfung in Warschau verdient und fungierte später als beratender Nervenarzt zweier Armeekorps im Westen. 1918 verkaufte er seine Klinik an die Stadt Frankfurt und ging nach Freiburg i. Br., 1936 kam er nach Österreich, mußte aber 1938 seine Praxis aufgeben. F., eine in seinem Fachgebiete anerkannte Persönlichkeit, war korr. Mitgl. der Royal Medico-Psychological Association in London und der Société Médico-Psychologique in Paris.

W.: Nerven- und Geisteskrankheiten im Felde und im Lazarett, 1914; Kurierfreiheit (Wissenschaft und Okkultismus), 1926; Medizin und Politik. Kultur- und Wirtschaftspolitik, 1929; etc.
L.: N.Fr.Pr. vom 20. 1. 1949; Psychiatrisch-Neurolog. Wochenschrift, n. 31, vom 2. 8. 1930 (Festschrift); W M W 1949, S. 271; Wr. klin. Wochenschrift, 1949, S. 157.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 363f.
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