Huyn, Johann Karl Gf. von (1812-1889), Feldzeugmeister

Huyn Johann Karl Graf von, General. * Wien, 10. 2. 1812; † Gmunden (O. Ö.), 1. 9. 1889. Vater der beiden Folgenden. Trat 1821 in die Theres. Milit.-Akad. ein, wurde 1830 als Fähnrich zum IR. 54 ausgemustert, 1831 Lt., 1835 Oblt. im Gen.-Quartiermeisterstab, 1840 Hptm., 1848 als Mjr. zum IR. 33 transferiert, 1849 Obstlt. und neuerlich zum Gen.-Quartiermeisterstab versetzt, 1850 Obst., 1857 GM, 1865 FML, 1871 FZM. Wurde 1840–45 wiederholt für Missionen an die Höfe von Parma und Modena, dann bei der Militärlandesbeschreibung von Tirol, 1846 bei jener im Lombardo-Venetian. Königreich verwendet, nahm 1848 am Krieg in Ungarn, 1848–49 in Italien teil und befehligte 1859 eine Brigade in Tirol. 1860 wurde H. mit der Leitung des wiss. Büros des Gen.-Quartiermeisterstabes betraut. Im Krieg 1866 zuerst dem 8. Bundesarmeekorps, später dem kgl. bayr. Hauptquartier zugeteilt, wurde H. nach Friedensschluß Kmdt. der 13. Inf. Truppendiv., 1867 Inhaber des IR. 79, 1867 Kmdt. der 4. und 1869 der 3. Infanterietruppendiv. und Milit.-Kmdt. von Linz, 1870 kommandierender Gen. zu Prag, 1871 in Ofen, 1873 Inhaber des IR. 13, 1874 Präs. des Obersten Milit. Justizsenates, 1876 auf eigenes Ansuchen i.R. H., Träger vieler in- und ausländ. Auszeichnungen, war auch k.k. Kämmerer, ab 1870 Geh. Rat und ab 1876 lebenslängliches Mitgl. des Herrenhauses des österr. Reichsrates, wo er stets für die Interessen der Armee, besonders für das Zustandekommen eines milit. Witwen- und Waisenversorgungsgesetzes eintrat.

L.: G. Amon–Treuenfest, Armeealbum, 1889; Alten; Svoboda; Wurzbach; Kosch, Das kath. Deutschland; ADB 50.
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 3 (Lfg. 11, 1961), S. 21
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