Linsmeier, P. Anton (1840-1928), Naturwissenschaftler

Linsmeier P. Anton, S. J., Naturwissenschafter. * Neumarkt (Úterý, Böhmen), 8. 12. 1840; † Innsbruck, 21. 12. 1928. Trat 1861 in St. Andrä i. L. (Kärnten) in den Jesuitenorden ein. An der Ordenshochschule in Preßburg widmete er sich neben der scholast. Phil. vor allem dem Stud. der Physik und Mathematik bei Braun und Jelinek. Nach Beendigung des Theologiestud. an der Univ. Innsbruck 1874 Priesterweihe. 1875–1910 unterrichtete er Physik und Mathematik an den Ordensgymn. in Mariaschein (Böhmen), Kalksburg bei Wien und Linz-Freinberg. 1910 wurde er an die Ordenshochschule in Preßburg und 1911 an die Univ. Innsbruck berufen, um Vorlesungen über ausgewählte Fragen der Physik als Grenzwiss. der Phil. zu halten.

W.: Galileis Trägheitsbegriff und dessen zeitgeschichtliche Bedeutung, in: 3. Jahresber. des öff. bischöflichen Gymn. in Mariaschein, 1909; zahlreiche Abhh. über hist. und theoret. Fragen aus der Physik in Philosoph. Jb., Z. für kath. Theol. (Innsbruck), Stimmen aus Maria Laach, Natur und Offenbarung (Münster).
L.: Der Seminarfreund (Mariaschein), 1929, H. 1/2; Nachrichten der österr. Provinz S. J., 1929, H. Jänner–März; Jesuitenlex.; 100 Jahre theolog. Fak. Innsbruck 1857–1957, in: Z. für kath. Theol., Bd. 80, 1958.
(Pinsker)  
PUBLIKATION: ÖBL 1815-1950, Bd. 5 (Lfg. 23, 1971), S. 229
Bd. <==> | |<1  <=−10<=  S. 1 =>+10=>
Bd. <==> | |<1  <=−10<=  S. 1 =>+10=>